Wolfgang Hartmann Preis

Der Wolfgang Hartmann Preis entstand im Jahre 2001 dank einer Benefizausstellung von über hundert Künstlerinnen und Künstlern und mithilfe weiterer Spender zur Erinnerung an den 1999 verstorbenen Karlsruher Kunsthistoriker Prof. Dr. Wolfgang Hartmann, der sich Zeit seines Lebens engagiert der Vermittlung zeitgenössischer Kunst gewidmet hat.

Ziel des alle zwei Jahre vergebenen Preises war es, mit der Förderung kuratorischer Projekte junge Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker zur Auseinandersetzung mit aktueller Kunst zu ermutigen.

Der Wolfgang Hartmann Preis wurde im Jahr 2015 zum letzten Mal vergeben und wird nicht wieder ausgeschrieben.

Der Wolfgang Hartmann Preis wurde bisher verliehen an:

2003
KunsthistorikerIn: Katharina Jesberger, Ralv Milberg

KünstlerInnen: Inna Poltorychin, Ruby Sircar, Daniel Vujanic, Stuttgart; Ausstellungsprojekt "wohingegens"

2005

Dr. Christine Heidemann, Berlin; Ausstellungsprojekt "Jagdsalon"

2007

Dr. Thomas Niemeyer, Kassel; Ausstellungsprojekt "Laboratorium"

2009

Marko Schacher M. A., Böblingen; Ausstellungsprojekt „Natur forte“

2011

Simone Kraft M. A., Heidelberg; Ausstellungsprojekt „(In) Visible Cities“

2013

Stefanie Lenk M. A., Berlin; Ausstellungsprojekt "Sublime"

Wolfgang Hartmannt Preis 2015

Die Jury (Sabine Brand Scheffel, Norbert Huwer, Hubert Locher, Brigitte Ruland-Mollien, Erika Rödiger-Diruf) hat sich einstimmig für die Prämierung des Ausstellungskonzeptes „Katja Pfeiffer – Welten bauen“ von Barbara Martin (Hannover) entschieden.

Der Wolfgang Hartmann Preis 2015 wird bei der Eröffnung der Ausstellung im Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen am 1. April 2016 verliehen.

Aus der Begründung der Jury:
„Von den zahlreichen Einsendungen zum 7. „Wolfgang Hartmann Preis“ überzeugte die Bewerbung von Barbara Martin, die eine monographische Ausstellung mit dem Werk der Künstlerin Katja Pfeiffer im Kunstverein Wilhelmshöhe realisieren will, die Jury aufgrund der durchdachten Darlegung des Konzepts und der ebenso sensibel wie klar formulierten Einführung in die Arbeit der Künstlerin im besonderen Maße. Hervorzuheben sind auch die Überlegungen zur Machbarkeit der Ausstellung im Hinblick auf die räumlichen Gegebenheiten des Kunstvereins.
Katja Pfeiffer (Jahrgang 1973) studierte von 1992 bis 2000 an der Düsseldorfer Kunstakademie und war ab 1998 Meisterschülerin bei Alfonso Hüppi. Seit 2006 hat sie eine Professur an der Bergischen Universität Wuppertal inne. Seit 1994 war sie an mehreren Ausstellungen beteiligt. Sie lebt und arbeitet in Wuppertal und Berlin. Katja Pfeiffer arbeitet mit diversen Materialien, darunter Fundstücke, Fertigteile und Fotografie, daneben ist sie auch Malerin. Ihr Werk gilt vor allem Beobachtungen und Konstruktionen in der Architektur. Zumeist artikuliert sie nicht das dauerhafte Moment von Bauten, sondern das Fragile wie auch das Fassaden- oder Kulissenhafte, wie sie es sowohl im urbanen Raum, bei Installationen in Filmateliers oder auf Jahrmärkten wahrnimmt. Die Objekte beeindrucken bei aller Vielfalt von Formgebung und Materialwahl durch den übergreifenden Gedanken des „Prekären, des labilen Gleichgewichts zwischen Bestand und Zusammenbruch.“ (frei zit. nach Anette Kuhn, in: Künstler, Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst).
Barbara Martin (Jahrgang 1983) studierte von 2003 bis 2014 Kunstgeschichte und Angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Karlsruhe und schloss ihr Studium 2014 erfolgreich mit der Promotion ab. Sie sammelte während des Studiums reiche Erfahrungen in der Kunstvermittlung und Museumspädagogik an den Staatlichen Museen in Karlsruhe und publizierte fundierte Beiträge zur Kunst des 20./21. Jahrhunderts. Seit 2014 ist sie wissenschaftliche Volontärin am Niedersächsischen Landesmuseum Hannover.
Aufgrund dieser ausgezeichneten Voraussetzungen von Kuratorin und Künstlerin ist eine gelungene Ausstellung im Kunstverein Wilhelmshöhe zu erwarten.“ (ERD)

Eröffnung: Freitag, den 1. April 2016, 19 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 02.04. - 08.05.2016

Seit 2010 besitzt der Wolfgang Hartmann Preis einen eigenen Internetauftritt. Hier sind auch alle bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger mit ihren Ausstellungen ausführlich dokumentiert. www.wolfganghartmannpreis.de

Der Wolfgang Hartmann Preis wurde im Jahre 2015 zum letzten Mal vergeben und wird nicht wieder ausgeschrieben.