Vorschau

03.05.2018 - 06.05.2018

Höhenluft #15.1

Preisträger des 15ten Höhenluft-Wettbewerbs stellen aus:

Eunyoung Bae,
Marlon Lanzinger und Valentino Biagio,
Johanna Mangold und Jan-Hendrik Pelz


Eröffnung: Mittwoch, den 2. Mai 2018, 19 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 3.5. - 6.5.2018

26.05.2018 - 01.07.2018

Florian Slotawa

Florian Slotawa, SG.08 2017 Dishwasher; Photo: Carl Henrik Tillberg Courtesy: Galerie Nordenhake, Berlin/Stockholm; Sies und Höke, Düsseldorf © VG Bild-Kunst, Bonn 2018]

 

Bekannt geworden ist der Berliner Konzeptkünstler Florian Slotawa (* 1972 Rosenheim) für seine „Besitzarbeiten“, für die er schon mal sämtliche Gegenstände aus seinem persönlichen Besitz als bildhauerisches Material verwendet hat. Temporär wurden sie Teil einer Skulptur und kehrten nach Ausstellungsende zurück in seine Wohnung. Mittlerweile beschäftigt sich der Künstler vor allem abstrakt mit Gebrauchsobjekten oder Gegenständen, die speziell ihrer Farbigkeit oder der mit ihnen verknüpften Assoziationen wegen erworben werden. Fremde und vorgefundene
Objekte wählt Slotawa nach formalen Kriterien wie Farbe, Form und Material aus, stellt sie neu zusammen und lotet so ihre vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten aus. Raumfragen stehen dabei ebenso im Fokus wie der soziale und institutionelle Kontext, in dem seine Arbeiten gezeigt werden. Im Kunstverein Wilhelmshöhe werden aktuelle Arbeiten zu sehen sein, die zwischen sorgfältig arrangierten Objektstapeln und streng komponierter Skulptur angesiedelt sind.

Eröffnung: Freitag, den 25. Mai 2018, 19 Uhr
Öffnungzeiten:
Mi - Sa 15 - 18 Uhr, So 11 - 18 Uhr

01.09.2018 - 31.12.2018

Kuratorenprogramm

Die Publikation Die letzten ihrer Art. Kunstvereine — Eine Reise zu den Dinosauriern des Kunstbetriebs prognostiziert für das Modell Kunstverein alle zehn Jahre eine Phase der Selbstreflektion. Was kann das Modell (noch) leisten? Wie und mit wem, alles ehrenamtlich oder professionalisiert? Lieber dem Geschmack der Älteren oder Jungen entsprechen? Renommierte oder unbekannte Position ausstellen? Anlässlich des 30jährigen Bestehens starte auch der Kunstverein Wilhelmshöhe in solch eine Phase der Selbstbetrachtung und Bestandsaufnahme: 1985 von der am Hause angesiedelten Ateliergemeinschaft Wilhelmshöhe als „Freundeskreis Wilhelmshöhe“ ins Leben gerufen und im Jahr 2000 offiziell in „Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen e.V.“ umbenannt, zählt er in seiner gewachsenen Struktur heute ca. 240 Mitglieder. Diese engagieren sich wiederum in einem 15-köpfigen Beirat, der zusammen mit einem derzeit sechsköpfigen Vorstand den Verein ehrenamtlich leitet, Ausstellungen vorschlägt und durchführt — unterstützt durch die halbtags besetzte Stelle der Geschäftsführung. Man fand sich aber auch etwas in die Jahre gekommen, mit stagnierenden Besucher- und Mitgliederzahlen (auch was das junge Publikum angeht), aber hoch motiviert den Verein neu zu denken und so zu erhalten. Denn neue Ideen sind nicht nur gefragt, sondern für die Zukunft existentiell notwendig.

Neben dem drängenden Notwenigkeit, ein neues und verstärkt jüngeres Publikum anzusprechen und im Idealfall sogar als Mitglieder zu gewinnen, bestand der Wunsch, das inhaltliche Konzept eines Ausstellungsjahr klarer zu strukturieren und zu professionalisieren — einen roten Faden zu schaffen, der eine aktuelle, zeitgenössische Auseinandersetzung mit Kunst ebenso fasst wie die eigene gewachsene Ausrichtung des Vereins. Für das Ausstellungsjahr 2018/2019 stellt sich der Verein daher einer strukturellen Änderung und überlässt die Gestaltung des Programms einer eingeladenen Gruppe von Gastkuratoren. Der Wunsch nach neuen Perspektiven, neuen Ideen und Kenntnissen wird begleitet von der Hoffnung, so im ehrenamtlichen Engagement Kapazitäten zu schaffen für eine verstärkte inhaltliche Auseinandersetzung mittels eines umfassenden Rahmenprogrammes mit Vorträgen, Mitglieder-Jourfix und Exkursionen. Denn genau dort findet statt, was einen Verein ausmacht: das Miteinander, der Austausch und Dialog. Für 2018/2019 wurden nun vier Kuratoren eingeladen, namentlich: Christian Ertel, Christian Falkner, Dr. Elena Korowin und Julia Thiemann, um gemeinsam ein Ausstellungsprogramm zu erarbeiten, dem sie zu unserer Freude nachgekommen sind.

x1 + x2

Das entwickelte Ausstellungsprogramm x1 + x2 wird nach der Sommerpause 2018 bis in den Sommer 2019 die Räume des Kunstvereins Wilhelmshöhe bespielen — ausgehend von genau dem, was einen kleinen Kunstverein wie unseren im Vergleich zu großen Institutionen und Galerien stark macht: dem Dialog. Die Dialogsituation wird auf unterschiedlichen Ebenen aufgegriffen und thematisiert. Die Zusammenstellung der Künstler erfolgte in Paaren, eine künstlerische, zum Teil internationale Gast-Position von „weiter her“ trifft auf eine regionale Position. An den Standort Ettlingen werden so neue künstlerische Perspektiven und Entwicklungen geholt und gleichzeitig dem Bedürfnis nachgegangen, das künstlerische Geschehen vor Ort erfahrbar zu machen. Die Nähe zu den Karlsruher Kunsthochschulen und die Unterstützung der jungen regionalen Szene wurde in den letzten Jahren zum besonderen Anliegen des Kunstvereins Wilhelmshöhe. Die seit 2011 laufende Ausstellungsreihe Höhenluft bietet genau diesen Positionen eine Plattform, um erste Schritte in den institutionellen Kunstbetrieb zu machen. Dies führen die Kuratoren in ihrem Programm einen Schritt weiter. Einen Verein neu zu denken, meint so nicht einfach alles anders und neu zu machen, sondern auch durch einen frischen Blick vorhandene Besonderheiten hervorzuheben und zu stärken. Die ausgewählten Paare treten im nächsten Schritt in einen intensiven Austausch zur Erarbeitung einer gemeinsamen Ausstellung. Stärken, Differenzen, Gemeinsamkeiten, Reibungsflächen sollen entdeckt, ausgearbeitet und sichtbar gemacht werden. Das In-Erscheinung-treten des Dialogs der beiden Künstler in Form der Ausstellung erzeugt weitere Dialogsituationen: mit dem Verein, den Räumen und den Besuchern. Der Austausch und das bewusste Nachdenken über das Auswählen, Setzen, Sichtbarmachen von Kunst wie es im Prozess des Kuratierens zusammenwirkt, und wie sich all dies mit den Besonderheiten der institutionellen Struktur eines Kunstvereins verhält, sollen gefördert werden.  Das von den Mitgliedern getragene Rahmenprogramm bietet hierfür verschiedenste Formate und soll im engen Austausch mit den Ausstellungen weitere Möglichkeiten zur inhaltlichen Auseinandersetzung bieten. Begleitend wird eine sich aufbauende Publikationsreihe jede der Ausstellungen dokumentieren und zusammengefasst das Kuratoren-Projekt als solches reflektieren.

08.09.2018 - 14.10.2018

Markus Hoffmann / Thomas Dawidowski

Kuratiert von Julia Katharina Thiemann und Christian Falkner

Eröffnung: Freitag, den 7. September, 19 Uhr

Näheres wird noch bekannt gegeben.

27.10.2018 - 02.12.2018

Nina Schuiki / Oleg Kauz

Kuratiert von Julia Katharina Thiemann und Christian Falkner

Eröffnung: Freitag, den 26. Oktober, 19 Uhr

Näheres wird noch bekannt gegeben.